Wandern und Reiten

Wer den Kubaurlaub aktiv gestalten und nicht nur Zigarren rauchend und Rum schlürfend an Traumstränden liegen möchte, der hat die Möglichkeit für verschiedenste Outdooraktivitäten wie Wandern und Reiten auf Kuba. Auf der Insel kommen auch Wanderer und Pferdenarren  auf ihre Kosten und können außergewöhnliche Momente erleben. Das Land hat mit seiner abwechslungsreichen Landschaft viel zu bieten, sodass sich etliche Ziele für das Wandern und Reiten finden lassen.

Wandern in Viñales

Wer üppige Postkartenidylle sucht, wird im Tal Viñales im Westen von Kuba fündig. Saftig grüne Tabakpflanzen wechseln sich ab mit surreal anmutender roter Tonerde und bilden ein spektakuläres Panorama. Besonders eindrucksvoll sind die Mogotes, außergewöhnlich geformte Kegelfelsen, die überall im Tal bis zu 400 Meter aus dem Boden in die Höhe ragen. Aber auch faszinierende Tropfsteinhöhlen hat Viñales zu bieten. So kann man zum Beispiel zu der Cueva del Indio wandern, um dort alte Wandmalereien bestaunen. Wer sich hingegen etwas mehr Abenteuer wünscht, der sollte zur Caverna de San Tomás wandern. Diese Höhle ist mit ihrer Ausdehnung von über 46km die größte ihrer Art in ganz Mittelamerika. Aber auch die Cueva de José Miguel und Cueva Paleolitico sind eine (Wander)-Reise wert. Zudem gibt es noch ein gigantisches Kunstwerk des mexikanischen Künstlers Morillo zu entdecken, der auf einem Kalkfelsen ein buntes Gemälde geschaffen hat. Wer würde hier nicht gerne wandern gehen? 

Wandern in Trinidad

In der Nähe von Trinidad gibt es auch einige Möglichkeiten, um wandern zu gehen. Hier lädt der Nationalpark Topes de Collantes zum Wandern ein. Am besten hat uns die Wanderung zum Salto de Caburni, einem malerischen Wasserfall mitten im Urwald, über einen schmalen, bewurzelten Pfad gefallen. Aber Vorsicht: der Weg zurück ist beschwerlich und dank der hohen Luftfeuchtigkeit nichts für Menschen, die an Kreislaufbeschwerden leiden. In dem Nationalpark finden sich noch viele weitere Wasserfälle und Höhlen, die sich herrlich bewandern lassen.  

Wandern in der Sierra Maestra

Anspruchsvoller wird es dann im Osten von Kuba. Wer dort wandern möchte, kann auf den höchsten Berg von Kuba, den Pico Turquino, mit seinen knapp 2000 Metern steigen. Dieser liegt eingebettet in die Bergkette Sierra Maestra, welche auch zu mehrtägigen Wandertouren einlädt. Als Ausgangspunkt für eure Wanderungen eignet sich das Dorf Santo Domingo. Von dort aus geht es meistens motorisiert hoch in die Berge nach Alto de Naranjo. Der Gipfel des Pico Turquino verspricht eine traumhafte Aussicht, wird jedoch häufig von Nebelschwaden verschluckt. Es bietet sich also an, statt der Gipfelbesteigung zur Commandancia de la Plata, dem alten Hauptquartier der Rebellen der Revolution auf Kuba, zu wandern. Diese Touren werden immer geführt angeboten, sodass die Planung nicht auf eigene Faust erfolgen muss. Doch die Region hat nicht nur eine atemberaubende Kulisse zu bieten, sie ist auch noch Wiege der Revolution (sie soll dort in den Bergen von Che Guevara und Fidel Castro geplant worden sein) und damit ein sehr geschichtsträchtiger Ort. 

 

Wie finde ich den perfekten Weg zum Wandern auf Kuba

Grundsätzlich ist es am einfachsten, den Gastgeber nach Empfehlungen für das Wandern auf Kuba zu fragen. Dies gilt nicht nur für das Wandern, sondern auch für die geplanten Ausritte zu Pferd. Die Bewohner kennen sich schließlich auf Kuba am besten aus und vielleicht lässt sich sogar noch der ein oder andere Geheimtipp abstauben. Abgesehen davon sind die Wanderwege natürlich auch in den Reiseführern verzeichnet und vor Ort ausgeschildert. Auch auf Kuba gilt, dass es Wanderwege von leicht bis schwer gibt. Man sollte sich zuvor also sicher sein, dass die körperliche Verfassung für den folgenden Marsch ausreichend ist. Ein Tourguide ist nicht zwingend notwendig. Die Pfade sind für gewöhnlich gut ausgebaut und für eine stabile Grundkondition ausgelegt. Natürlich kann man sich dennoch von einem Tourguide die Besonderheiten am Wegesrand zeigen und erklären lassen. Gerade beim Wandern in den höheren Bergregionen im Osten von Kuba raten wir euch dringend zu einer geführten Tour. 

 

Was man für das Wandern auf Kuba an Wissen und Ausrüstung braucht

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass man die ein oder andere Tour, zumindest im Westen von Kuba, auch mit Flipflops und Kind an der Hand schaffen kann. Allerdings würden wir euch immer zu festem Schuhwerk und geeigneter Kleidung beim Wandern raten. Natürlich sollte sich die Ausrüstung auch stets nach dem Schwierigkeitsgrad der geplanten Wanderung richten. Denn gerade Wanderungen im Osten von Kuba, vor allem auf den Pico Turquino  der gar mehrtägige Wanderungen, erfordern eine intensivere Planung und Ausrüstung. Aber egal wo ihr wandern geht: am wichtigsten ist es, immer genug Wasser und Proviant zum Wandern mitzunehmen, da die Temperaturen gerade in der Mittagszeit schnell nach oben klettern. Außerdem: an ausreichend Sonnenschutz denken und ein Mückenspray gegen lästige Mücken einstecken! Gut zu wissen ist es zudem, dass es keine giftigen Schlangen auf Kuba gibt. Sollte also eine Schlange beim Wandern euren Weg kreuzen, so ist es eine ungefährliche Natter oder vielleicht sogar eine friedliche Riesenschlange, die euch auch nichts tut. Was euch klar sein muss: Ihr werdet beim Wandern auf Kuba ins Schwitzen kommen! 

 

Reiten auf Kuba

Eine ganz besondere Erfahrung ist es, Kuba auf dem Rücken eines Pferdes zu entdecken. Pferde gehören in weiten Teilen Kubas noch als fester Bestandteil zum Verkehrssystem. Daher findet man sie auch auf der ganzen Insel Kuba. Aber keine Sorge, man muss nicht reiten können, um bei diesen Touren mitzumachen. Die Pferde kennen den Weg in den meisten Fällen bereits auswendig und laufen ihn problemlos von alleine. Man muss also nur noch sitzen, sich umschauen und genießen. Die Tiere stehen meist gut im Futter und sehen gesund aus, sodass man sich normalerweise keine Sorgen um vermeintliche Tierquälerei machen muss. Reiten kann man auf Kuba in fast allen Touristenhotspots. So kann man beispielsweise in Varadero über den malerischen Sandstrand galoppieren oder direkt von Trinidad aus die Umgebung der Stadt erkunden. Hier empfiehlt es sich besonders durch das Valle de los Ingenios zu reiten, vorbei an Tabakpflanzungen, Bauernhöfen und wilder Vegetation.  

Unser Tipp für eine fantastische Strecke zum Reiten auf Kuba: Pinar del Rio. Hier wechseln sich traumhafte Flüsse und Wasserfälle ab mit Berglandschaften, Tälern und dichtem Dschungel. Eine unserer Reittouren in Pinar del Rio führte uns in eine Tropfsteinhöhle, in deren Inneren uns ein kristallklarer See erwartete. Nach dem reiten auf dem warmen Rücken der Pferde war das Schwimmen eine gelungene Abwechslung!