Aktuelle Lage

Hier bekommt ihr die wichtigsten Informationen rund um alle Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, der Möglichkeiten auf Kuba Urlaub zu machen sowie Infos zu möglichen Einschränkungen im Land und  den aktuellen Einreisebestimmungen.

STAND: 14.06.2021

Ist ein Urlaub auf Kuba trotz der Corona-Pandemie derzeit möglich?

Momentan bietet die Fluggesellschaft Air Europa Flüge mit Zwischenstopp nach Kuba an. Es kann jedoch gut sein, dass Kuba Reisende hier gute 14-18 Stunden unterwegs sind. Viele internationalen Flughäfen haben den Regelbetrieb nach Kuba wieder aufgenommen. Wir gehen davon aus, dass ab dem Spätsommer/ Herbst auch von deutschen Flughäfen aus Kuba wieder regelmäßig und direkt angeflogen wird.

Bei Einreise nach Kuba muss ein bereits im Herkunftsland durchgeführter, negativer PCR-Test vorgelegt werden, der bei Ankunft auf Kuba nicht älter als 72 Stunden sein darf. Zudem müssen Einreisende sich auf Kuba bei ihrer Ankunft einem weiteren PCR-Test unterziehen und eine Erklärung über ihren Gesundheitszustand abgeben. Zudem benötigen Reisende einen Nachweis über eine Auslandskrankenversicherung, welche auch Behandlungskosten, die in Folge einer COVID-19 Erkrankung entstehen, abdeckt. Auch hier muss ein Nachweis in ausgedruckter Form im Handgepäck mitgeführt werden. Bestenfalls sollte dieser auf spanisch sein. Unmittelbar nach der Einreise müssen sie sich in Hotel-Quarantäne begeben. Das Hotel wird von den kubanischen Behörden zugewiesen. Alternativ können können dafür vorgesehene Hotels bereits vor der Reise gebucht werden, damit Reisende einen Einfluss auf den Standard und die Lage des Hotels haben können. Wer sich beispielsweise ein Hotel mit Strandlage bucht, kann die Quarantänezeit auch am strand verbringen, denn das gesamte Hotelareal darf ohne Maske begangen werden. Ein letzter Test findet normalerweise am fünften Tag nach der Ankunft statt. Das Testergebnis sollte innerhalb von ein oder zwei Tagen vorliegen. Verzögerungen sind hier jedoch nicht auszuschließen. Die Reisenden müssen in dem Hotel also mindestens 6 Tage bis zum Ergebnis eines weiteren PCR-Testergebnisses verbleiben.(Quelle Auswärtiges Amt)  Leider müssen die Reisenden die Kosten für den Aufenthalt in den Hotels für die Quarantäne selbst tragen. Die Kosten können von 280$ bis 900$ variieren. Leider kann die Quarantänezeit nicht in Casas Particulares verbracht werden.

Nach der Quarantäne ist das Reisen im ganzen Land, einschließlich Übernachtungen in Casas Particulares, wieder erlaubt. Es gibt jedoch regionale Ausnahmen und Sonderregelungen, die von der Inzidenz der jeweiligen Ortschaft abhängig sind. Im Übrigen gelten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Verpflichtung des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum. Wir empfehlen, sich vor Ort stets über die aktuellen Bestimmungen zu informieren.

Unsere Unterkünfte

Sie können sich sicher sein, dass die Betreiber unserer Casas die jetzige Situation sehr ernst nehmen. Der kubanische Staat verpflichtet die Casa Betreibenden zu höchsten Hygienestandards. Für unsere Casas Particulares wurde dementsprechend jeweils ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Zudem wird in den Casas stets darauf geachtet, dass der Wohlfühlfaktor für die Gäste nicht unter den Sicherheitsmaßnahmen leidet, denn auch in diesen schwierigen Zeiten bleiben unsere Casas Particulares euer Zuhause bei Freunden auf Kuba.

Die kubanischen Maßnahmen

Schon nach den ersten bekannten Infektionen wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Infektionen wurden konsequent zurückverfolgt und Kontaktpersonen identifiziert und isoliert. Medizinstudenten, Krankenschwestern und Ärzte gingen tatsächlich von Haus zu Haus, um Menschen über Symptome aufzuklären und Verdachtsfälle zu finden und diese zu testen.

Auswärtiges Amt

Endlich ist Land in Sicht! Ab dem ersten Juli wird die Reisewarnung für touristische Reisen vom Auswärtigen Amt für Kuba aufgehoben. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit Monaten stabil zwischen 40-80.  Über den tagesaktuellsten Stand solltet ihr Euch zusätzlich auf der Seite des Auswärtigen Amtes informieren. Zudem hilft die kostenlose App „Sicher Reisen“ des Auswärtigen Amtes , Reisenden dabei Entwicklungen über die Lage und die Bestimmungen vor Ort schnellstmöglich zu erfahren.

Die souveräne Impfstrategie Kubas

Die Impf-Kampagne nimmt langsam Fahrt auf. Momentan sind bereits 4,2% der KubanerInnen vollständig durchgeimpft. Insgesamt sind bereits 3,4 Millionen Dosen verimpft worden. Bei einer Einwohnerzahl von 11,3 Millionen ist zu erwarten, dass aufgrund des gut ausgebauten Gesundheitssystems diese Quote der vollständig Geimpften schnell in den zweistelligen Bereich ansteigen wird.

Das Ziel Der Inselstaat will als erstes Land der Welt die gesamte Bevölkerung von 11,5 Millionen Menschen mit Hilfe eigener Impfstoffe durchimmunisieren.  Obwohl Kuba noch nicht mit dem Impfen begonnen hat, ist dieses sportliche Ziel durchaus realistisch. Denn als einziges Land Lateinamerikas setzt es auf die Entwicklung eigener Impfstoffe.
Die Strategie Schon früh begann BioCubaFarma (Ein Zusammenschluss aus 21 Forschungseinrichtungen und 32 Unternehmen) Impfstoffe zu entwickeln. Mit vier gleichzeitig laufenden Impfstoffprojekten sollte hier der Erfolg eines Vakzins gesichert werden. Und tatsächlich gilt der Impfstoff mit dem Namen Soberana-02 als Durchbruch der kubanischen Impfstrategie.
Soberana-02 Der Impfstoffkandidat wurde im März an über 42.000 KubanerInnen getestet. Dieser Massentest ist Teil einer Phase III Testung. Da der Ablauf der Phase III Studie erfolgreich war, wird der Impfstoff bereits seit April in Millionenauflage produziert und seit Mai auch verimpft. Noch in diesem Jahr plant BioCubaFarma die Herstellung von 100 Millionen Dosen des Impfstoffes. Soberana bedeutet im übrigen „Souveränität“.
Kubas Souveränität Aufgrund des US-Amerikanischen Embargos musste der Inselstaat schon früh eine Souveränität gegenüber Importen aus dem Ausland erlangen. Aus diesem Grund ist das Gesundheitssystem und die Forschung in der Vergangenheit im großen Stil gefördert worden. Kuba besitzt also schon viel Erfahrung in der Produktion von Medikamenten, Impfstoffen und medizinischen Geräten.
Impfen für Urlauber Auch, wenn die kubanische Bevölkerung mit Priorität geimpft werden soll, kann das Land kann sich durchaus vorstellen auch ausländischen Gästen in der Zukunft ein Impfangebot während ihres Aufenthaltes auf Kuba zu machen. So soll der für das Land wirtschaftlich wichtige Tourismus angekurbelt werden.

Und sonst so?

Kuba und Deutschland wollen die Zusammenarbeit im Pharmasektor zukünftig ausbauen.   Die Regelungen zu Ausgangsbeschränkungen in Havanna gleichen ziemlich den aktuellen Regelungen in Köln: So gilt die Ausgangssperre auch von 21 bis 5 Uhr.   Kuba hat bisher keine einzige Impfdosis aus anderen Ländern importiert. Das US-Embargo hat auch einen negativen Einfluss auf die Produktion der kubanischen Impfstoffe, denn auch der Import medizinischer Rohstoffe ist erschwert.