Aktuelle Lage

Hier bekommt ihr die wichtigsten Informationen rund um alle Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, der Möglichkeiten auf Kuba Urlaub zu machen sowie Infos zu möglichen Einschränkungen im Land und  den aktuellen Einreisebestimmungen.

STAND: 9.9.2021

Ist ein Urlaub auf Kuba trotz der Corona-Pandemie derzeit möglich?

Momentan bietet die Fluggesellschaft Air Europa Flüge mit Zwischenstopp nach Kuba an. Es kann jedoch gut sein, dass Kuba Reisende hier gute 14-18 Stunden unterwegs sind. Viele internationalen Flughäfen haben den Regelbetrieb nach Kuba wieder aufgenommen. Wir gehen davon aus, dass ab dem Spätsommer/ Herbst auch von deutschen Flughäfen aus Kuba wieder regelmäßig und direkt angeflogen wird.

Bei Einreise nach Kuba muss ein bereits im Herkunftsland durchgeführter, negativer PCR-Test vorgelegt werden, der bei Ankunft auf Kuba nicht älter als 72 Stunden sein darf. Zudem müssen Einreisende sich auf Kuba bei ihrer Ankunft einem weiteren PCR-Test unterziehen und eine Erklärung über ihren Gesundheitszustand abgeben. Zudem benötigen Reisende einen Nachweis über eine Auslandskrankenversicherung, welche auch Behandlungskosten, die in Folge einer COVID-19 Erkrankung entstehen, abdeckt. Auch hier muss ein Nachweis in ausgedruckter Form im Handgepäck mitgeführt werden. Bestenfalls sollte dieser auf spanisch sein. Unmittelbar nach der Einreise müssen sie sich in Hotel-Quarantäne begeben. Das Hotel wird von den kubanischen Behörden zugewiesen. Alternativ können können dafür vorgesehene Hotels bereits vor der Reise gebucht werden, damit Reisende einen Einfluss auf den Standard und die Lage des Hotels haben können. Wer sich beispielsweise ein Hotel mit Strandlage bucht, kann die Quarantänezeit auch am strand verbringen, denn das gesamte Hotelareal darf ohne Maske begangen werden. Ein letzter Test findet normalerweise am fünften Tag nach der Ankunft statt. Das Testergebnis sollte innerhalb von ein oder zwei Tagen vorliegen. Verzögerungen sind hier jedoch nicht auszuschließen. Die Reisenden müssen in dem Hotel also mindestens 6 Tage bis zum Ergebnis eines weiteren PCR-Testergebnisses verbleiben.(Quelle Auswärtiges Amt)  Leider müssen die Reisenden die Kosten für den Aufenthalt in den Hotels für die Quarantäne selbst tragen. Die Kosten können von 280$ bis 900$ variieren. Leider kann die Quarantänezeit nicht in Casas Particulares verbracht werden.

Nach der Quarantäne ist das Reisen im ganzen Land, einschließlich Übernachtungen in Casas Particulares, wieder erlaubt. Es gibt jedoch regionale Ausnahmen und Sonderregelungen, die von der Inzidenz der jeweiligen Ortschaft abhängig sind. Im Übrigen gelten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Verpflichtung des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum. Wir empfehlen, sich vor Ort stets über die aktuellen Bestimmungen zu informieren.

 

 

Unsere Unterkünfte

Sie können sich sicher sein, dass die Betreiber unserer Casas die jetzige Situation sehr ernst nehmen. Der kubanische Staat verpflichtet die Casa Betreibenden zu höchsten Hygienestandards. Für unsere Casas Particulares wurde dementsprechend jeweils ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Zudem wird in den Casas stets darauf geachtet, dass der Wohlfühlfaktor für die Gäste nicht unter den Sicherheitsmaßnahmen leidet, denn auch in diesen schwierigen Zeiten bleiben unsere Casas Particulares euer Zuhause bei Freunden auf Kuba.

GOOD NEWS!

Ab dem 15. November 2021 sollen die Einreise-Regeln für Individualreisende deutlich gelockert werden. Die kubanische Regierung geht davon aus, dass bis zu diesem Zeitpunkt über 90% der eigenen Bevölkerung durchgeimpft sein werden.

WAS WIRD GELOCKERT?

Genaueres wurde bisher noch nicht fest zugesagt. Jedoch wurde bereits jetzt angedeutet, dass die Quarantäne Regeln deutlich gelockert werden sollen. Für Geimpfte sollen die PCR-Tests entfallen.
Einschränkungen sollen dann zukünftig nur noch auf lokaler Ebene beschlossen werden.

STICHPROBEN TESTUNG

Anstatt alle Reisenden bei Einreise zu testen, soll am Flughafen nur noch stichprobenmäßig getestet werden. Zudem wird bei allen Einreisenden die Temperatur gemessen. Wie die Lockerungen ab dem 15. November genau aussehen werden, wird demnächst bekannt gegeben – wir halten euch auf dem Laufenden.

NEWS

Kuba gilt momentan als Hochinzidenzgebiet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt seit einigen Wochen stetig über 400. Über den tagesaktuellsten Stand der Quarantäneregeln für eure Kuba Reise solltet ihr Euch zusätzlich auf der Seite des Auswärtigen Amtes informieren. Zudem hilft die kostenlose App „Sicher Reisen“ des Auswärtigen Amtes , Reisenden dabei Entwicklungen über die Lage und die Bestimmungen vor Ort schnellstmöglich zu erfahren. Doch es gibt Hoffnung: Die Impfkampagne läuft auf Hochtouren. In Havanna ist die Impfquote sehr hoch, hier sind bereits 1,3 Millionen Menschen geimpft worden. Die Hoffnung ist jetzt, dass die Infektionszahlen bald sinken und die Impfkampagne einen positiven Einfluss auf das Infektionsgeschehen hat. Wir erwarten eine Verbesserung der Situation im Herbst 2021.

Die souveräne Impfstrategie Kubas

Die Impf-Kampagne nimmt langsam Fahrt auf. Momentan sind bereits 9% der KubanerInnen vollständig durchgeimpft. Insgesamt sind bereits 5,6 Millionen Dosen verimpft worden. Bei einer Einwohnerzahl von 11,3 Millionen ist zu erwarten, dass aufgrund des gut ausgebauten Gesundheitssystems diese Quote der vollständig Geimpften schnell in den zweistelligen Bereich ansteigen wird.

Das Ziel Der Inselstaat will als erstes Land der Welt die gesamte Bevölkerung von 11,5 Millionen Menschen mit Hilfe eigener Impfstoffe durchimmunisieren.  Obwohl Kuba noch nicht mit dem Impfen begonnen hat, ist dieses sportliche Ziel durchaus realistisch. Denn als einziges Land Lateinamerikas setzt es auf die Entwicklung eigener Impfstoffe.
Die Strategie Schon früh begann BioCubaFarma (Ein Zusammenschluss aus 21 Forschungseinrichtungen und 32 Unternehmen) Impfstoffe zu entwickeln. Mit vier gleichzeitig laufenden Impfstoffprojekten sollte hier der Erfolg eines Vakzins gesichert werden. Und tatsächlich gilt der Impfstoff mit den Namen Soberana-02 und Abdala als Durchbruch der kubanischen Impfstrategie.
Soberana-02 Der Impfstoffkandidat wurde im März an über 42.000 KubanerInnen getestet. Dieser Massentest ist Teil einer Phase III Testung. Da der Ablauf der Phase III Studie erfolgreich war, wird der Impfstoff bereits seit April in Millionenauflage produziert und seit Mai auch verimpft. Noch in diesem Jahr plant BioCubaFarma die Herstellung von 100 Millionen Dosen des Impfstoffes. Soberana bedeutet im übrigen „Souveränität“.
Abdala Ein noch vielversprechenderes Protein-Vakzin, welches mit Hilfe von Hefezellen gewonnen wird. Erste Ergbenisse belegen ihm eine Wirksamkeit von über 90%. Der Impfstoff muss insgesamt 3 mal, in einem Abstand von jeweils 14 Tagen verimpft werden. Eine unabhängige Kommission soll jetzt die erstaunlichen Studienergebnisse prüfen.
Kubas Souveränität Aufgrund des US-Amerikanischen Embargos musste der Inselstaat schon früh eine Souveränität gegenüber Importen aus dem Ausland erlangen. Aus diesem Grund ist das Gesundheitssystem und die Forschung in der Vergangenheit im großen Stil gefördert worden. Kuba besitzt also schon viel Erfahrung in der Produktion von Medikamenten, Impfstoffen und medizinischen Geräten.
Impfen für Urlauber Auch, wenn die kubanische Bevölkerung mit Priorität geimpft werden soll, kann das Land kann sich durchaus vorstellen auch ausländischen Gästen in der Zukunft ein Impfangebot während ihres Aufenthaltes auf Kuba zu machen. So soll der für das Land wirtschaftlich wichtige Tourismus angekurbelt werden.

Und sonst so?

Kuba und Deutschland wollen die Zusammenarbeit im Pharmasektor zukünftig ausbauen.   Die Regelungen zu Ausgangsbeschränkungen in Havanna gleichen ziemlich den aktuellen Regelungen in Köln: So gilt die Ausgangssperre auch von 21 bis 5 Uhr.   Kuba hat bisher keine einzige Impfdosis aus anderen Ländern importiert. Das US-Embargo hat auch einen negativen Einfluss auf die Produktion der kubanischen Impfstoffe, denn auch der Import medizinischer Rohstoffe ist erschwert. So waren über einen kurzen Zeitraum die Spritzen auf der Insel knapp. Das hat die landeseigene Impfstrategie ausgebremst.